Leben und Kultur im Böhmerwald
Die Burgen und Schlösser Böhmerwalds
Die Burg Kašperk - Die gotische Burg wurde direkt am Felsrücken angelegt. Sie diente als Schutz der sich unweit befindlichen Goldminen, des „Goldenen Steiges", der von Bayern nach Böhmen führte und der Staatsgrenze. Die Burg wurde 1356 durch Karl IV. errichtet. Veit Hedvábný führte den Bau aus. Sie war zwar eine Königsburg, wurde aber immer wieder als Lehen vergeben. Berühmte Lehnsherren waren Erzbischof Johann Očko von Wlašim, die Zmrzlík von Schweißing (Zmrzlíkové z Svojšína), die Sternberg, Schwamberger und Jiří von Lokšan. Der Herr der Burg war gleichzeitig höchster Richter und war Machthaber in den Ländereien von Prácheň. Die Burg wurde nie eingenommen. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert verfiel die Burg und 1617 war sie bereits verlassen. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie König Matthias von der Stadt Bergreichenstein abgekauft.
Die Burg Velhartice - Angelegt wurde die Burg im 14. Jahrhundert. Imposant waren der gotische Palast, genannt Rajský dům (Paradies Haus) mit dem Turm Putna, die sowohl einen Wohn- wie auch Verteidigungscharakter hatten. Beide Burgteile sind mit einer Brücke verbunden. Zur Burg gehören noch eine Brauerei, Wirtschaftsgebäude und Reste der Burgmauer.
Švihov (deutsch Schwihau) ist eine Stadt mit etwa 1.600 Einwohnern ca. 10 Kilometer nördlich von Klatovy im Plzeňský kraj, Tschechien. Am südlichen Rand des Städtchens liegt eine der größten Wasserburgen Böhmens, Burg Švihov. Die Wasserburg wurde ab 1480 wahrscheinlich unter Mitwirken von Benedikt Ried großzügig Umgebaut. Den Kern der Burg bilden zwei Wohnflügel. Im Osten befindet sich eine Kapelle, im Westen dominiert ein mächtiger Turm. Die Wassergräben sind noch zum Teil erhalten. Die Burg ist für Besucher geöffnet.
Rabí (deutsch Rabi) ist eine Gemeinde mit 470 Einwohnern in Tschechien. Sie liegt neun Kilometer nordöstlich von Sušice und gehört zum Okres Klatovy. Die Katasterfläche beträgt 1.429,58 ha. Wahrzeichen des Dorfes ist die stattliche Ruine der größten Burg Tschechiens, Rabí, die über dem Ort thront.











































